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Massage mit Klasse
von Karlheinz 30.09.05, 09:28
Die schwedische Massage ist der "Klassiker" schlechthin. Sie wird hierzulande am häufigsten angewandt und setzt sich aus verschiedenen Techniken wie Reiben, Kneten, Klopfen und Vibrieren zusammen.
Von skandinavischer Kühlheit kann bei der schwedischen Massage wohl kaum die Rede sein. Sie wirkt überaus anregend, durchblutungsfördernd, und schmerzlindernd. Hierzulande ist sie unter der Bezeichnung "klassische Massage" bekannt.

Wohltat
Was gibt es bei harten, verspannten Muskeln und allgemeiner Schlappheit schöneres als eine kräftige Knetmassage? Die schwedische Massage ist hierzulande nicht zu Unrecht die häufigste Anwendung. Sie wird eingesetzt, um Schmerzen zu lindern, Spannungszustände aufzuheben, Muskelkater vorzubeugen und den Allgemeinzustand zu verbessern.

Ablauf
Die schwedische Massage wird üblicherweise unter Verwendung von Öl angewandt – dies verhindert eine zu hohe Reibungshitze auf der Haut. Während der Behandlung wechseln sich eine Reihe von Knetungen, Walkungen, Rollungen, Vibrationen und Zirkelungen ab. Selbst große Muskelgruppen werden durch die intensive Behandlung wieder geschmeidig und spannungsfrei. Die Durchblutung wird angekurbelt, der gesteigerte Lymphfluss schwemmt Abbauprodukte aus dem Gewebe. Die Massage sollte jedoch auf keinen Fall Schmerzen verursachen, da sich sonst die Muskeln wieder in Spannung versetzen.

Schönheits-Plus
Aufgrund der Tatsache, dass im Zuge der Behandlung Abbauprodukte aus dem Gewebe geschwemmt werden, wirkt die schwedische Massage wie eine "Frischzellenkur" für Haut und Muskeln. Das Schönheits-Plus, gewissermaßen.

Anwendung
Vor allem bei jeder Art von Verspannung sowie bei Erkrankungen des Bewegungsapparates wird die klassische, schwedische Massage angewandt. Die Behandlung stärkt die Kraft und Flexibilität der Muskeln und optimiert den Stoffwechsel. Die klassische Massage wird entweder als eigenständige Therapie oder in Kombination mit Heilgymnastik und anderen medizinischen Maßnahmen verordnet. Durchgeführt wird sie in erster Linie von MasseurInnen, KrankengymnastInnen, HeilpraktikerInnen oder naturheilkundlich orientierten ÄrztInnen.

Entstehung
Bereits während der Zeit der Antike sowie im alten Indien, Ägypten und China waren Massagen als probates Mittel zur Behandlung verschiedener Krankheiten bekannt. Um 2600 vor Christus entstanden in China die ersten schriftlichen Aufzeichnungen über die Heilmethode – die Akupressur beispielsweise gilt heute als eine der ersten Massageformen. Im Zuge der Ausbreitung des Christentums wäre die Massage beinahe völlig aus dem europäischen Kulturkreis verschwunden. Dem Schweden Per Henrik Ling, der von 1776 bis 1839 lebte, ist es zu verdanken, dass die Kunst des medizinischen Knetens auch heute noch Bestandteil vieler Therapien ist. Er entwickelte die schwedische Massage und begründete somit den "Klassiker" der westlichen "Knetkunst".
Kategorie Massage



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